Orgel



Die Hauptorgel des Erfurter Domes wurde 1992 von der Firma Alexander Schuke (Potsdam) erbaut. Sie hat 63 Register auf 3 Manualen und Pedal, eine mechanische Tontraktur und elektrische Registertraktur. Die Hauptorgel entwickelt eine gewaltige, symphonische Klangpracht, die von Fachwelt und Konzertbesuchern gleichermaßen gelobt wird.

Die Chororgel (ebenfalls Fa. Schuke, Potsdam) - als Schwalbennest-Orgel in der Seitenwand des Hohen Chores - wurde im Jahre 1963 erbaut. Sie ist mit 29 Registern auf 2 Manualen und Pedal ausgestattet und lässt sich auch vom Spieltisch der Hauptorgel aus anspielen. Zudem besitzt der Dom seit dem Jahr 2019 noch ein Orgelpositiv der Orgelbaufirma Bernhard Kutter / Friedrichroda, für das kammermusikalische Musizieren. Es hat 5 Register, eine leicht ungleichschwebende Stimmung, und die Traktur läßt sich um einen Ton auf 415 Hz umhängen.

Im Zentrum des Konzertgeschehens am Dom stehen die „Internationalen Orgelkonzerte“, zu denen von Mitte Mai bis Ende August namhafte Künstler nach Erfurt geladen werden, und zwar in den Mariendom und in die Erfurter Cruciskirche. Daneben finden im Erfurter Dom Prüfungskonzerte der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar statt. Immer wieder sind auch Musikfestivals wie die Thüringer Bachwochen, der MDR Musiksommer und die Achava Festspiele im Dom zu Gast.

Die zweite bedeutsame Konzertorgel in den katholischen Kirchen Erfurts ist die Orgel der Cruciskirche. Das 1737 von Franciscus Volckland aus Erfurt fertiggestellte Instrument wurde 2000-2003 von der Firma Schuke restauriert und ist eine der bedeutendsten Barockorgeln Thüringens und Deutschlands. Auch in der Cruciskirche finden Konzerte im Rahmen der „Internationalen Orgelkonzerte“ statt (s.o.). Die Konzerte an diesem barocken Instrument in einem barocken Raum bilden einen wunderbaren Kontrast zum symphonischen Klang der Hauptorgel des Domes.

 

Um Konzerte mit anderen Instrumentalisten zu ermöglichen, hat der Förderverein 2020(?) einen Manual- und Pedalaufsatz für die historische Volckland-Orgel der Cruciskirche finanziert. Dadurch ist ein Zusammenspiel mit der historischen Stimmung der Orgel leichter möglich.

 

 

Kontakt Domorgel: svkessel[at]web.de